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Leipzig und die FOTOGRAFIE
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19. Mai – 9. Juli 2006
Das untrügliche Auge der Kamera sieht alles: die Dramatik in einer
Situation, die Magie eines stillen Moments. Es dokumentiert,
hält Reales und Fantastisches fest - Fotografie ist ein Medium,
das die Zeitdimension zu überwinden scheint.
Als die Fotografie erfunden war, gab es erstmals eine Möglichkeit,
das Leben für die Nachwelt „aufzuheben“. Damit war der
Mensch zumindest auf diesem Gebiet der Vision von Unsterblichkeit
ein Stück näher gerückt. Und wie jede revolutionäre Entdeckung
lud auch diese zum Experimentieren ein. Das dauert bis
heute fort und bringt immer Erstaunlicheres hervor, das genauer
betrachtet erneut das Raum-Zeit-Gefühl völlig neu definiert,
ja sogar Genregrenzen scheinbar mühelos überschreitet. Der
Mensch liebäugelt gern mit derlei Möglichkeiten. Selbst wenn er
in fotografischen Ergebnissen nicht immer selbst im Mittelpunkt
steht, so ist er doch permanent mit seinem Bemühen anwesend,
manchmal vor der Kamera, immer dahinter und im doppelten
Sinne mit seinem Tun konfrontiert. Ein spannender Vorgang mit
der Option auf Unendlichkeit.
Bereits im sechsten Blick in die unstsammlung der Sparkasse
wurde der Fotografie mehr Raum zuteil, nun wird in einer eigenen
Sonderschau das Thema intensiver beleuchtet. Beginnend mit
der mittleren und jüngeren Generation von Fotografen wird das
enorme Spektrum, das dieses Genre bietet, der Öffentlichkeit
vorgestellt. Neben traditionellen Verfahren sind Neuentwicklungen
von Techniken zu sehen, jede mit der Absicht verknüpft, Inhalte
mit größtmöglicher Sinnlichkeit darzustellen. Der Jahrtausendwechsel
prägte die Sichtweisen und jede davon auf individuelle
Weise.
In einer später folgenden Ausstellung wird dann der Herkunft, den
Wurzeln dieser fotografischen Auffassungen nachzugehen sein.
Auch hierin spielt nicht allein die Erinnerung an große Namen der
Leipziger Szene eine Rolle, sondern werden aus dem Rückgriff
Entwicklungen sinnfällig. |
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