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Bertram
Kober,
Stadttheater Görlitz,
1994

Wolfgang
Mattheuer,
Heiliger Abend, 1984

Hans
Aichinger,
o.T. (Golfplatz), 2003

Ulf Puder,
Empfänger, 2002

Roland Meinel,
Durchdringung zweier Quadrate,
1986

Hartwig Ebersbach,
Fragment Reiter III, 2004
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DIE LEIPZIGER SCHULE
blick in die sammlung/6
Warum wohl neigt der Mensch dazu,
Gegenstände, Landschaften
wie auch sich selbst auf Fotos zu bannen? Sicher ist ein
Grund, auf diese Weise der verblassenden Erinnerung entgegenwirken
zu können. Doch Fotografie kann wesentlich mehr. Sie
ist schon längst aus dem vermeintlichen Schattendasein
herausgetreten. Nicht erst seit Newton schätzt man sie
als Kunst. Bevor jedoch ein besonderes Foto entsteht, ist
vom Fotografen genau jenes Beobachtungsvermögen gefordert,
wie es in der Kunst generell als grundlegende Voraussetzung
für Umsetzungsabsichten gilt. Es ist sicher der besondere
Blick durch die Kamera, die forschend und poetisch zugleich
sowohl in die menschliche Seele zu blicken als auch die Dinge
vor dem Objektiv in eine neue Ordnung zu setzen vermag. Der
Mensch ist hinter und vor dem Fokus permanent anwesend, selbst
dann, wenn man ihn auf dem Foto eventuell gar nicht zu sehen
bekommt.
Diesem spannenden Thema kann man
im neuen Blick in die Sammlung nachgehen, zumal sich in
deren Fundus eine Reihe von Arbeiten namhafter Leipziger
Fotografen befinden. Das ist Ausdruck einer Entwicklung,
die zeigt, dass die Fotografie in Leipzig schon immer eine
wichtige Rolle gespielt hat. Es ist also an der Zeit, diese
in einer Austellung zu präsentieren
und ihr damit den ihr gebührenden Raum zu bieten.
Der sechste Blick in die Sammlung offeriert außerdem
eine Reihe weiterer Werke verschiedener Genres. Malerei wird
ebenso zu sehen sein wie Grafik und Skulpturales. Bedeutende
Leipziger bildende Künstler sind mit Arbeiten aus den
letzten 60 Jahren vertreten. Neben Arbeiten, die schon länger
den Sammlungsfundus bereichern, werden Neuerwerbungen gezeigt.
Daneben verspricht auch das Veranstaltungsprogramm wieder überraschende
Begegnungen mit beeindruckenden Künstlern, deren Darbietungen
in Wort und Musik die Atmosphäre der Ausstellung ergänzen.
Seien Sie also herzlich willkommen, wir freuen uns auf Ihren
Besuch, der Sie von der künstlerischen Qualität
der LEIPZIGER SCHULE im angenehmen Ambiente unserer Kunsthalle überzeugen
wird.
siehe
auch LEIPZIGER SCHULE
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