Leipzig liest - Peter Graf, Thomas Böhm "Literatur von Gestern für die Welt von Heute"

Religiöser Fanatismus, Migration, „Lügenpresse“, Konfrontation statt Diplomatie – einzigartige Schwierigkeiten unserer Zeit? Mitnichten! Große Denker, umsichtige und gewitzte Menschen haben sich in der Vergangenheit mit diesen Themen auseinandergesetzt.
Der neu gegründete Verlag Das Kulturelle Gedächtnis veröffentlicht deren Bücher. Um schon gemachte
Erfahrungen einzubringen, erreichte Standards des Denkens und Schreibens hochzuhalten und die Buchkultur zu pflegen.


Zur Leipziger Buchmesse erscheint das erste Programm:


Voltaires Tragödie „Der Fanatismus oder Mohammed“, bei Erscheinen sofort vom Klerus verboten, weshalb es der Autor gleich dem Papst widmete. Das Werk ist nichts weniger als Voltaires Abrechnung mit den drei Buchreligionen.


Richard Adams Lockes „Neueste Berichte vom Cap der Guten Hoffnung über Sir John Herschel’s
merkwürdige astronomische Entdeckungen, den Mond und seine Bewohner“. Die grandiose Artikelserie einer amerikanischen Zeitung ist die erste international verbreitete Presseente, somit ein Meilenstein der sogenannten „Lügenpresse“. Erstmals seit 1836 erscheinen die Texte Lockes in Deutschland in Buchform.


Gottlieb Mittelbergers „Reise in ein neues Leben“ ist der Bericht eines deutschen Wirtschaftsflüchtlings, der im 18. Jahrhundert in Amerika sein Glück versucht. Die Schilderung seiner Reise enthält erhellende Parallelen zu Flüchtlingsschicksalen unserer Tage.

Zwei Bücher in einem – damit das Denken die Richtung ändern kann.“ Unter diesem Motto vereint die Reihe „Gegenschuss“ Texte, die zwei ganz unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema zeigen. Thema des
ersten Bandes der Reihe ist „Konflikt“.
Der Band vereint: Jules Cambon: „Der Diplomat“ und  Franz von Bolgár: „Die Regeln des Duells“.
Jules Cambon war bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs französischer Botschafter in Berlin. In seinem
1926 erschienen Buch „Der Diplomat“ gibt er einen Einblick in die bis heute gültigen Grundlagen der Diplomatie.

Franz von Bolgárs „Regeln des Duells“ ist ein Handbuch, dessen Regeln zu befolgen war, damit ein Duell sich ehrenhaft und damit gültig vollzog. Von den Arten der Beleidigung,über die Aufgaben der Sekundanten bis zu den unterschiedlichen Duellformen beschreibt Bolgár alle Einzelheiten des tödlichen Rituals.

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