Gespräch #1: Menschen malen.
16.04.2026
Zum ersten Gespräch in der Ausstellung „Im Angesicht der Zeiten“ kommen drei Künstler:innen zusammen, die in ihrer Malerei nicht ohne Figur arbeiten können, diese aber sehr unterschiedlich einsetzen.
Ivana de Vivanco konstruiert Narrative mit literarischen, mythologischen oder historischen Hintergründen und geht weit über die reine Malerei hinaus: Sie bezieht Skulptur, Installationen und Multimedia in ihre Werke ein. Sie. Norbert Wagenbrett widmet sich der Darstellung des Menschen in seiner Mehrdeutigkeit: Seine Bildnisse sind nie harmonisch oder symmetrisch, sondern von inneren Brüchen, Gedanken und Fragezeichen geprägt. Julia Tomasi Müntz konzentriert sich auf das innere Leben, Emotionen und Situationen statt auf eine realistische Darstellung.
In der Ausstellung sind Werke von Müntz und Wagenbrett zu sehen. Aus der Klasse für Malerei und Grafik von de Vivanco haben zwölf Studierende in die Sammlungsausstellung interveniert.
Im Gespräch geht es um die Werke der Ausstellung, um Malerei in Leipzig heute und in der Vergangenheit sowie darum, warum die Figur – das Bildnis – ebenso wie die Malerei selbst hinterfragt wird und zugleich eine konstante Größe in der Kunst bleibt.
Das Gespräch wird von Kuratorin Olga Vostretsova moderiert.
Keine Anmeldung erforderlich.