Elisabeth Voigt.

Im Strudel der Zeit

3. Februar 2017 bis 7. Mai 2017

Zum 40. Todesjahr der Künstlerin Elisabeth Voigt (1893-1977) zeigt die Kunsthalle der Sparkasse Leipzig einen Überblick zum künstlerischen Schaffen dieser für die Leipziger Kunstgeschichte so bedeutenden Malerin und Grafikerin. 

Elisabeth Voigt erhielt als erste Künstlerin eine Professur an der 1946 wiedereröffneten Hochschule für Grafik und Buchkunst. Ihr Unterricht im Grundstudium legte die Basis, auf der viele Protagonisten der sogenannten Leipziger Schule ihr künstlerisches Talent entwickeln konnten.

Ihr sechs Jahrzehnte umfassendes Werk entstand in vier unterschiedlichen politischen Systemen: Ihr Studium begann sie am Ende der Kaiserzeit in Leipzig, sie führte es fort in Berlin während der Weimarer Republik. In der NS-Zeit erhielt sie mehrere Auszeichnungen und beteiligte sich u.a. an der Großen Deutschen Kunstausstellung München. Nach 1945 gelang ihr ein akademischer Neuanfang in Leipzig.

Die Gründe, warum Elisabeth Voigt noch zu Lebzeiten in Vergessenheit geriet, sind vielfältig und unweigerlich gebunden an die kulturpolitischen Entwicklungen der DDR.

Neben Arbeiten von Elisabeth Voigt werden auch Werke ihrer Schüler sowie ihres Lehrers Karl Hofer gezeigt.

Barbara John, Kuratorin